Alles begann damit, daß ich mir vor ca. 30 Jahren meine erste Spiegelreflex, eine „Minolta XGM“ mit der Standartbrennweite von 50 mm zugelegt hatte.
Meine ersten Resultate hatte ich damals auf Diamaterial belichtet, doch leider fehlte mir der Projektor hierfür, und so habe ich mir von meinen Highlights die ersten
großen Abzüge noch im Fotofachgeschäft entwickeln lassen.
Kurze Zeit später entdeckte ich die SW- Fotografie und entwickelte meine Filme selbst.
Als Dunkelkammer diente mir das Bad meiner Eltern, und so wurde die Faszination der Bildentstehung immer stärker. Mein Kaiser-Vergrößerer von damals leistet mir
heute noch treue Dienste.
Als Ergänzung kam dann eine „X700“ dazu, mit verschiedenen Festbrennweiten und Zoomobjektiv.
Dann wagte ich den Sprung ins Mittelformat, mit einer Bronica SQ-Ai und zwei Objektiven, den 65 mm und dem 150er.
Auch heute belichte ich die meisten Motive noch auf Film ohne „Schnickschnak“ und Autofocus.
Meine liebsten Brennweiten sind beim KB das 35 er Weitwinkel und das 50er.
Beim Mittelformat fotografiere ich heute am liebsten mit der 2,8/ 80 Rolleiflex. Die hat mich auch ohne Batterien noch nie in Stich gelassen. Sie ist ein
treuer Begleiter, mit dessen Hilfe viele Momente davor bewahrt werden, in Vergessenheit zu geraten. Sie ist ein Wunderwerk der optischen und mechanischen Präzision, die wegen ihrer
aufnahmetechnischen Vielseitigkeit ihresgleichen sucht.
Die Reduzierung auf das Wesentliche beim Fotografieren und die komplette Umsetzung von der Aufnahme bis zum fertigen Bild machen mir persönlich am meisten
Spaß.
Ich möchte die Umsetzung meiner fotografischen Ideen keiner Automatik überlassen..........................
Oliver Pötzl, München 2009